Luftansicht der Burg Badenweiler

Sicherheit und Wohnkomfort

Burgenbau

Auf einem Streifzug durch die Anlage von Badenweiler sind die Ausmaße der Gipfelburg zu erfahren: die thronende Kernburg, die mit der Zeit erweitert wurde, die südliche wehrhafte Ringmauer und der Zwinger zwischen der äußeren und der inneren nördlichen Befestigungsmauer.

Ansicht der Burg Badenweiler

Ein Symbol der Macht.

Strategisch günstig, aber mit Nachteilen

Badenweiler ist als Gipfelburg entstanden. Die Vorteile dieser Höhenburg auf einem Berggipfel liegen auf der Hand: Jeder Angriff auf die Burg war durch die steilen Berghänge sehr erschwert. Die Lage auf dem höchsten Punkt der Umgebung machte außerdem den Beschuss des Burginneren unmöglich. Nicht zuletzt wirkte die Höhenburg wie ein Symbol des auf seine Macht bedachten Burgherrn. Doch hatte die Lage auch Nachteile, beispielsweise eine schwierige Wasserversorgung und ein aufwendiger Warentransport.

Teile der mächtigen Schildmauer der Burg Badenweiler

Überreste der mächtigen Schutzmauern.

Verteidigungsringe: die Mauern und Gräben

Auf dem steilen Weg nähert man sich der Burg von Südwesten. Hier war das Burgtor zwischen Torturm und südwestlicher Wehrmauer eingepasst. Der Innenhof ist im Süden und Norden von Ringmauern umgeben, hinter der nördlichen ist – zur Verstärkung der Wehrhaftigkeit – der Zwinger vorgelagert. Auf beiden Ringmauern verlieft wohl rundherum ein überdeckter Wehrgang: Er diente der Verteidigung und war zugleich alltäglicher Verbindungsweg von einem Burgteil in den anderen.

Der Palas bietet Wohnkomfort

Im Osten war der Innenhof durch den Palas begrenzt, den herrschaftlichen Wohnbau der Burg. In Badenweiler war er dreistöckig angelegt – die Mauern ragen sogar noch heute bis zu 23 Meter hoch auf. Der Hauptwohnraum des Palas, der Rittersaal, lag im zweiten Stockwerk und war ca. 5 Meter hoch. Erkennbar sind heute noch die Wendeltreppe, die die oberen Stockwerke verband, und der Kaminschacht – für Wärme im Palas war also gesorgt. Heute nicht mehr zu lokalisieren ist die Burgkapelle, die entweder im Palas oder im östlichen Anbau untergebracht war.

Ehemaliger Wohntrakt der Burg Badenweiler; Foto: Badenweiler Thermen und Touristik Gmbh, Karin Schmeißer

Der Rittersaal lag einst im zweiten Stock und wurde mithilfe eines Kamins beheizt.

Der Bergfried

Der ehemalige freistehende quadratische Bergfried liegt westlich des Palas. Er wurde durch die hochgezogene Ringmauer verdeckt. Dieser Turm diente als Ausguck der Wachen und zur Verteidigung. In späterer Zeit wurde er aufgestockt und zu einer Art Wohnturm verstärkt. Die dabei entstandene Mauer aus großen Quadern ist das älteste sichtbare Zeugnis des Hauptbaus. Heute bietet der begehbare Bergfried eine wunderbare Aussicht auf das Umland.

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Die Gebäude

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